NSG Reudnitz

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Herbstwanderung im Naturschutzgebiet Reudnitz

Der Wetterbericht avisiert den letzten wirklich schönen Herbsttag mit bunten Blättern an den Bäumen. Auf geht es in das Naturschutzgebiet Reudnitz, das einen wunderschönen Herbstspaziergang verspricht.
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Ich zitiere von einer Ansichtstafel am Eingang zu diesem Gebiet:

“Das NSG “Reudnitz” zieht sich als schmales Band, beginnend von der “Tabakskiefer” (Holzstraße) entlang des “Hirschbachtales” hin.
Die Ortslage Reudnitz unterbricht das Naturschutzgebiet. Das NSG setzt sich wieder am “Augustteich” fort, schließt weiter den “Köhlerteich”,”Lurchteich” und “Zahlteich” ein und endet am romantisch gelegenen “Mühlteich”.

Im Naturschutzgebiet entspringt in einer Quellmulde der “Hirschbach”, der nach Osten eine Kette von mesotrophen Waldteichen durchfließt.

Sechs kleine Bäche münden in den “Hirschbach” bzw. in die Teiche. In der Quellmulde hat sich ein kleines Quellmoor entwickelt, an den Teichen sind ökologisch wertvolle Verlandungsflächen entstanden.

Seltene Vogelarten wie die Schellente, der Waldwasserläufer oder der Zwergtaucher leben hier versteckt an den Teichen. Ebenso sind Moorfrosch, kleiner Wasserfrosch, Ringelnatter, Glattnatter und Waldeidechse vertreten wie auch seltene Großkäfer, z.B. der Hirschkäfer oder seltene Pflanzen wie Sonnentau. Aber auch eine Vielzahl von Libellen finden ideale Lebensbedingungen an den flachen Waldteichen.

Im NSG sind die wohl die schönsten Altbuchenbestände in der “Dahlener Heide” mit einem Alter von ca. 140 Jahren zu finden. Die Talsohle der Hirschbach-Senke zeichnet sich durch eine interessante Ausbildungsform des Pfeifengras-Kiefern-Stieleichenwaldes aus, die in dieser Form bisher nur in der “Dahlener Heide” zu finden ist.

Das Alpen-Hexenkraut, Rundblättriger Sonnentau, Sprossender Bärlapp und Königsfarn kommen hier vor.

In diesen naturnahen Wäldern finden Schwarzspecht, Hohltaube, Waldkauz und der seltene Wendehals ihren Lebensraum ebenso wie einige Fledermausarten und der schon recht seltene Baummarder.

Der “Hirschbach” wurde möglicherweise im späten Mittelalter zu Teichen angestaut, die zwischenzeitlich mehrfach wieder verfallen sind. In jüngerer Vergangenheit erfojgte ein erneuter Ausbau. 

Den geologischen Untergrund bilden saalekaltzeitliche Schmelzwassersande des Dahlener Endmoränenkomplexes, die von einer dünnen weichselkaltzeitlichen Treibsanddecke verhüllt werden.

Das Territorium des NSG war bereits 1564 zur Zeit der Einrichtung der “Oberheidischen Wildbahn” durch Kurfürst Friedrich August von Sachsen zumindest im Bereich des “Hospitalberges” bewaldet. Es ist nicht ausgeschlossen, daß das Gebiet im Gegensatz zu anderen Aufforstungsflächen des 16. Jahrhunderts von Wüsten Marken in der “Dahlener Heide” schon immer Wald getragen hat.

Das Naturschutzgebiet wurde in der heutigen Abgrenzung 1984 unter Schutz gestellt und unfaßt eine Fläche von ca. 98 ha.

Ende des Zitats
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Nun aber los zur Wanderung!

Start ist auf dem selben kleinen Parkplatz wie schon bei der Wanderung zur Jägereiche. Und wieder mache ich einen kleinen Umweg zum eigentlichen Wanderweg an den Teichen vorbei. Der Wald ist unglaublich bunt, die Sonne scheint. Solche Tage, wie diesen 30.Oktober 2009 gibt es leider nur selten.

Weiter am Weidenteich vorbei, wo wir im Sommer noch das Liebesspiel der Libelle “Isolde” beobachten konnten. Dafür ist es jetzt zu kalt, dafür ist der Teich von unglaublich bunten Bäumen umstanden, die sich im Wasser spiegeln.

Leicht bergauf führt der Weg nunmehr durch den wunderbaren Altbuchenbestand. Die Steigung bringt einen ungeübten Städter ein bisschen außer Puste und läßt die saubere Luft noch tiefer einatmen. Irgendwie spürt man dass das gut tut.

Bald gibt es Gelegenheit die oben genannte Tafel noch mal durch zu lesen. Da ich dieses Mal nicht bis zur Jägereiche wandern will, biege ich hier nach links ab und folge der Straße für ein paar hundert Meter. Heut sind doch einige Autos unterwegs, deren Insassen sicher auch den bunten Wald genießen.

Bald führt mich mein Weg wieder nach links herunter von der Straße und zurück in Richtung Reudnitz. Während ich beim letzten Mal die kleine Ortslage Reudnitz umwandert habe, wähle ich nunmehr den direkten Weg zurück zum Parkplatz.

Die ca. 8,5 Kilometer sind regelrecht im Flug vergangen. Der Weg ist durchaus auch für Fahrradfahrer geeignet oder für einen schönen Familienausflug mit Picknick oder einen Urlaubstag. Genug Gastronomie ist im Umfeld ebenfalls vorhanden.

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NSG Reudnitz
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Naturschutzgebiet Reudnitz

 

 

 

 

 

 

 

 

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